Hawaii – Big Island – Mauna Kea

Tage 8 und 9:

Nachdem uns die Sache mit dem 4WD-Drive only Weg zum Mauna Kea zu heiß war, haben wis uns gestern nun doch einer Tour angeschlossen. Schließlich kann kann man kaum nach Big Island fahren ohne auf dem Mauna Kea gewesen zu sein. Dieser wäre eigentlich der höchste Berg der Welt, wenn nicht der größte Teil unter dem Meer liegen würde. Trotzdem ragen immerhin noch 4.205m in die Höhe. Da es im Jahr im Schnitt 350 sternenklare Nächte auf dem Mauna Kea gibt und der Gipfel so trocken und hochgelegen ist, ist dort oben die größte Ansammlung von Sternwarten der Welt – immerhin 13 Stück. Nachdem wir also etwa eine Stunde im Visitorcenter verbracht haben, um uns zu aklimatisieren (auf dem Gipfel des Mauna Kea ist der Sauerstoffgehalt der Luft 40% geringer als normal), sind wir zum Gipfel aufgebrochen, wo wir weit über den dichten Wolken einen atemberaubenden Sonnenuntergang erlebt haben.

Heute hat uns unser Weg dann in den Volcanos National Park geführt. Der Vulkan dort, der Kilauea, ist seit 1983 ununterbrochen aktiv. Leider waren viele der „großen“ Wanderwege und auch die Hälfte des Crater Rim Drives (die Straße, die einmal rund um den Krater führt), da der Kilauea im Moment auch wieder im Krater selbst aktiv ist und die Gase die da austreten wohl nicht so gesund sind… trotzdem haben wir vom Jaggar Museum aus einige beeindruckende Ausblicke auf den dampfenden Krater bekommen. Apropos Dampf, der kommt im Park gleich an mehreren Stellen aus dem Boden, den sog. Steam Vents. Ist schön warm daneben 🙂 . Nicht nur Dampf, bei  den Suphur Banks auch schwefel, der die Felsen drumherum hübsch gelb färbt.

Um den Vulkan nicht nur von oben zu sehen, haben wir uns auf den Kilauea Iki Trail gewagt, der erst durch einen idyllischen Wald entlang des Kraters läuft und schließlich in diesen hinein führt. Der Kilauea Iki (=“kleiner Kilauea“) ist ein „Nebenkrater“ des kilauea, der 1959 ausgebrochen ist und mittlerweile eine richtige Mondlandschaft in seinem Krater zurückgelassen hat. Der Trail führt mitten durch diese Mondlandschaft, was wir leider in strömendem Regen erleben durften.

Um wieder trocken zu werden, haben wir uns nach unserer Wanderung aufs Autofahren verlegt und sind die Chain of Craters Road runter gefahren, die an der Küste ganz plötzlich endet – durch Lava, die über Kilometer über die Straße geflossen ist und dort heute eine faszinierende Landschaft schwarzer Gesteinsmassen zurückgelassen hat. Die Lava fließt – einige kilometer die Küste runter – heute immer noch. In der Ferne sieht man die Dampfwolken, die entstehen, wenn die Lava ins Meer fließt.

Hier die Bilder vom Mauna Kea:


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