Belgien – Tag 1 (West-Vlaanderen)

Heute verbrachten wir unseren ersten Tag in Belgien. Es stand Westflandern für uns auf dem Programm. Den Vormittag bis in den frühen Nachmittag haben wir in der wunderschönen Stadt Brügge verbracht. Brügge ist die Hauptstadt der Provinz Westflandern, sowie Bischofssitz der katholischen Kirsche für das Bistum Brügge. Der mittelalterliche Stadtkern wurde im Jahr 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Im Jahr 2002 war Brügge außerdem Europäische Kulturhauptstadt. Die mittelalterliche Altstadt, die von Wallanlagen, auf denen sich Windmühlen befinden, und Kanälen umgeben ist, ist sehr gut erhalten, da sie nie durch Kriege oder großflächige Brände zerstört wurde. Die Stadt ist sowohl auf gepflasterten Straßen als auch per Bootstour (kostet 6,90€) erkundbar. Die Kanäle, die die Stadt durchziehen, nennen die Einheimischen Reien, nach dem im Mittelalter vollständig kanalisierten Flüsschen Reie. Sie dienten dem Warentransport zum Zwin. Sehenswürdigkeiten sind z.B. die Liebfrauenkirche mit der Madonna von Michelangelo, der Beginenhof, der grote Markt (Marktplatz) und das Rathaus.

Gegen Nachmittag sind wir dann noch an die Nordseeküste gefahren und haben uns dort die Touristenhochburgen Zeebrugge, Blankenberge und Oostende angeschaut. Zeebrügge gehört zum Stadtteil Lissewege der Stadt Brügge.
Zeebrügge selbst ist in drei Viertel geteilt: Das Bahnhofsviertel, das Strandviertel und das Zentrum. Im Zentrum von Zeebrügge befindet sich der Yachthafen. Während des Ersten Weltkriegs wurde Zeebrügge vom Deutschen Reich besetzt und als U-Boot- und Seeflugzeugbasis genutzt. Deswegen planten die Briten 1917 während der Dritten Flandernschlacht einen Vorstoß in Richtung Zeebrügge, der jedoch scheiterte. Am 23. April 1918 unternahm die Royal Navy mit dem Raid gegen Zeebrügge und Ostende einen erfolglosen Angriff auf die Marinebasis. Bei Zeebrügge liegt der Hafen von Brügge-Zeebrügge, der modernste und zweitgrößte Hafen Belgiens (hinter Antwerpen). Der Hafen gilt auch als einer der modernsten in Europa.

Neben dem Yachthafen im ehemaligen Fischereihafen gehört eine Seebrücke zu den Sehenswürdigkeiten von Blankenberge. Der Bahnhof in Strandnähe hat Direktverbindung mit Brüssel. Mit der Kusttram sind alle belgischen Küstenorte erreichbar. Von Juni bis August findet am Strand von Blankenberge alljährlich das Sandskulpturenfestival statt. Am ersten Wochenende im Mai findet jedes Jahr die Zweitageswanderung (Internationale Tweedaagse van Vlaanderen Blankenberge) statt.

Historische Bedeutung erlangte Oostende während des auch als Achtzigjährigen Kriegs bekannten niederländischen Unabhängigkeitskampfs gegen die Spanier. Das von den Aufständischen gehaltene Oostende wurde in einer der verlustreichsten Belagerungen der Frühen Neuzeit im Jahr 1604 von den Spaniern eingenommen. Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile der Stadt wegen der Hafenanlagen zerstört.Im Stadtzentrum befindet sich die St. Petrus und Paulus-Kirche, die von weitem bereits sichtbar ist. In Oostende befinden sich außerdem die ehemalige königliche Sommerresidenz, ein Kurbad, Jachthäfen, Fischereihäfen, Werften und ein Fährhafen für den Verkehr nach England. Oostende wird auch als die „Königin der Seebäder“ bezeichnet und ist eine lebendige Stadt mit malerischen Ecken, einem gemütlichen Vergnügungsviertel und einer abwechslungsreichen Gastronomie mit etwa 300 Restaurants. Die Strandpromenade erstreckt sich über den gesamten Seedeich und ist von Straßencafés sowie eleganten und einfacheren Restaurants gesäumt.

Hier ein paar Bilder von Heute:

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