Niederlande – Tag 3 (Zuid-Holland und Zeeland)

Heute war unser letzter Tag in den Niederlanden. Wir sind von unserem Hotel in Utrecht über Delft und den Oosterschelde Dam in Zeeland zu unserem nächsten Hotel in Aalter (Belgien) gefahren.

Am Morgen haben wir zuerst noch, dem unseren Hotel nahegelegenen, Utrecht besichtigt. Der Ort bekam den Namen Ultra Traiectum, uut Trecht („außerhalb Trajectums“), vergleiche niederländisch uit („aus“). In alten Drucken findet sich im Impressum die Ortsangabe Trajecti ad Rhenum oder auch Traiecti Batavorum. Der Name Utrecht taucht auch immer wieder bei wichtigen Verhandlungen und Verträgen, die von welthistorischer Bedeutung waren, auf. Hier wurde unter Anderem nach dem Ende der spanischen Erbfolgekriege im 17. Jahrhundert ein Vertrag ausgehandelt, der neben der Regelung der Großmächte in Europa auch deren Kolonialbesitz regelte. Ferner wurde hier bereits im 15. Jahrhundert ein Vertrag ausgehandelt, um die Besitzansprüche der Hanse klar abzustecken. Sehenswert sind ua. der Utrechter Dom, der bis 1580 Domkirche des Bistums Utrecht war. Seit einem schweren Sturm im Jahr 1674, der das Langhaus zerstörte, besteht die Kirche nur noch aus Chor, Querschiff und Turm (Domtoren), dem höchsten Kirchturm der Niederlande (112 Meter). Außerdem Sehenswert ist das Rietveld-Schröder-Haus. Das Rietveld-Schröder-Haus (auch Haus Schröder genannt) in Utrecht ist ein Entwurf des niederländischen Architekten Gerrit Rietveld und zählt zu den wichtigsten Bauwerken der De Stijl-Bewegung. Die kubische Ausprägung des 1924 fertiggestellten Hauses ist charakteristisch für die abstrakte Formensprache dieses Stils. Im Jahr 2000 wurde es als Rijksmonument in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen.

Gegen Mittag sind wir dann in den Süden aufgebrochen und haben einen Zwischenhalt in Delft gemacht. Delft liegt Geographisch zwischen Den Haag und Rotterdam. Außerdem gehört Delft zu den ältesten niederländischen Städten. Die Altstadt birgt zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die von ihrer Vergangenheit als blühende Handelsstadt im Goldenen Zeitalter zeugen. Trotz eines schweren Stadtbrandes im 16. Jahrhundert und einer verheerenden Explosion des Waffenmagazins im 17. Jahrhundert, die nur wenige Gebäude verschonte, verfügt Delft über ein gut erhaltenes, von Grachten durchzogenes historisches Stadtbild, das von Brabanter Gotik und Patrizierhäusern der Renaissance geprägt ist und den typischen Charakter altholländischer Städte bewahrt hat. Nach Amsterdam hat sich Delft zum populärsten touristischen Ziel der Niederlande entwickelt und verzeichnet jährlich rund eine Million Besucher.

Nach einen kurzen Mittagssnack haben wir uns wieder ins Auto gesetzt und sind weiter in Richtung des Oosterschelde Damm, gefahren. Der Meeresarm Oosterschelde liegt im Mündungsdelta von Rhein, Maas und Schelde in der niederländischen Provinz Zeeland. Der Verlauf der Schelde wurde aber durch mittelalterliche Sturmfluten derart verändert, dass diese heute durch die Westerschelde in die Nordsee mündet. Die Oosterschelde liegt zwischen den Inseln und Halbinseln Schouwen-Duiveland und Tholen im Norden, sowie Noord-Beveland und Zuid-Beveland im Süden. Das Oosterschelde-Sturmflutwehr (niederländisch: Oosterscheldekering) ist Teil der Deltawerke, die hauptsächlich in der niederländischen Provinz Zeeland vor Sturmfluten und Hochwasser schützen sollen. Die Oosterschelde sollte anfangs genauso wie andere Bereiche des Deltagebietes durch einen Abschlussdeich von der Nordsee abgetrennt werden. Dadurch wäre die Oosterschelde von den Gezeiten abgeschnitten worden. Im Laufe der Zeit hätte zudem Süßwasser das Salzwasser verdrängt, was sich massiv auf die gesamte Flora und Fauna ausgewirkt hätte. Insbesondere wären negative Auswirkungen auf die Muschel- und Austernzucht bei Yerseke zu erwarten gewesen. Die gesamte Sperranlage ist neun Kilometer lang. Proteste nach der Fertigstellung der ersten fünf Kilometer bewirkten ein Umdenken der Regierung, so dass auf den restlichen vier Kilometern anstatt eines Abschlussdeiches ein Sturmflutwehr gebaut wurde. Bei Sturmfluten werden die Tore geschlossen, zu anderen Zeiten erreichen Ebbe und Flut die Oosterschelde weiterhin.

Hier ein paar Bilder von Heute:

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